
Eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird: „Wie lange dauert eigentlich das Befüllen eines Holzpellet-Lagers?“ oder „Wie viel Zeit muss ich für den Holzpellet-Lieferanten einplanen?“
Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit, die Befüllung von zwei Holzpellet-Lagern persönlich zu begleiten. Beide Häuser wurden vom selben Tankwagen beliefert und erhielten jeweils 5,1 t Holzpellets. Dadurch bot sich ein interessanter Vergleich, denn obwohl die Liefermenge identisch war, unterschieden sich die Rahmenbedingungen deutlich.
Die Ausgangssituation
| Haus 1 | Haus 2 | |
|---|---|---|
| Entfernung Tankwagen zum Haus | 20 m | 3 m |
| Gesamtzeit (inkl. Schlauch verlegen und anschließen) | 70 Min. | 40 Min. |
| Einblasdruck | 0,45 bar | 0,40 bar |
| Restmenge vor der Lieferung | ca. 1.000 kg | ca. 100 kg |
Warum gab es solche Unterschiede?
Der größte Unterschied lag in der Entfernung zwischen Tankwagen und Lagerraum. Während beim zweiten Haus der Tankwagen praktisch direkt am Gebäude stehen konnte, mussten beim ersten Haus rund 20 Meter Schlauch verlegt werden.
Diese zusätzliche Schlauchlänge wirkt sich gleich mehrfach aus:
- Das Verlegen und Anschließen dauert länger.
- Die Einblasgeschwindigkeit kann etwas geringer sein.
- Der Pelletstrom muss einen längeren Weg zurücklegen.
- Die Staubentwicklung kann leicht zunehmen.
So erklärt sich auch die deutlich längere Gesamtzeit von rund 70 Minuten bei Haus 1 gegenüber 40 Minuten bei Haus 2.
Wie viel Staub entsteht beim Einblasen?
Ein Punkt, der viele Betreiber einer Holzpellet-Heizanlage interessiert, ist die Staubentwicklung während der Befüllung.
Nach dem Tankvorgang konnte ich feststellen, dass beim ersten Gebäude die Staubentwicklung etwas stärker ausgeprägt war. Dies dürfte vor allem auf die längere Förderstrecke von 20 Metern zurückzuführen sein. Je länger die Holzpellets transportiert werden, desto stärker werden sie beansprucht und desto mehr Feinanteile können entstehen.
Trotzdem war ich insgesamt positiv überrascht: Die Staubentwicklung war bei beiden Anlagen vergleichsweise gering. Ein möglicher Grund dafür könnte die gute Ausführung und Verklebung der Lagerräume sein, wodurch kaum Staub nach außen gelangte.
Fazit
Wer eine Hozpelletlieferung erwartet, sollte je nach Situation zwischen 30 und 90 Minuten einplanen. Die tatsächliche Dauer hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
- Entfernung zwischen Tankwagen und Pelletlager
- Zugänglichkeit des Hauses
- Länge der benötigten Schläuche
- Liefermenge
- Beschaffenheit des Lagerraums
In meinem Beispiel wurden jeweils 5,1 Tonnen Pellets geliefert. Während die Befüllung bei einer kurzen Entfernung von nur 3 Metern bereits nach etwa 40 Minuten abgeschlossen war, dauerte derselbe Vorgang bei 20 Metern Schlauchlänge rund 70 Minuten.
Die gute Nachricht: Bei beiden Anlagen verlief die Befüllung problemlos und die Staubentwicklung blieb erfreulich gering. Damit zeigt sich einmal mehr, wie komfortabel und sauber die Brennstoffversorgung moderner Holzpelletheizungen heute funktioniert.
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